Politik

Kirche gegen das Grundgesetz

Der „Spiegel“ ist  ja bekannt für ihre manchmal guten und sehr kritischen Artikel. Auch in diesem Fall konnten sie wieder ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Der Artikel Schweigen gegen Geld vom 17.09.2007 bringt hier einen interessanten Fall über einen bayrischen Priester ans Licht:
“Am 25. November 1999 dann wurde ein rechtlich höchst dubioses Abkommen zwischen Familie, Täter und Bischöflichem Ordinariat geschlossen. In dem bislang der Öffentlichkeit unbekannten Vertrag heißt es: “Im wohlverstandenen Interesse der Kinder und auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern soll Stillschweigen gewahrt werden.” Benedikt erhielt damals 4000 Mark, seine Schwester 1000 Mark, der Bruder 1500 Mark als “Schmerzensgeld” vom Pfarrer. “
Die Kirche Regensburg mahnt nun den Blogger Stefan Aigner aus Regensburg (www.regensburg-digital.de) ab. Der Grund dafür ist, dass er aus dem Spiegel zitiert hat und die Zahlung von 6.500 Mark an eine Opferfamilie, die dann „schweigen“ sollte, als “Schweigegeld” bezeichnet hat. Zitat aus dem Spiegel:
Dem SPIEGEL liegen Dokumente vor, die belegen, dass sein Ordinariat [Regensburg] – hart an der Grenze der Legalität – versucht hat, Kindesmissbrauch zu vertuschen: Schweigen sollte mit Geld erkauft werden. Einer der missbrauchten Jugendlichen wirft den Kirchenmännern vor: “Es geht ihnen nicht um die Opfer, sondern vor allem darum, dass nichts an die Öffentlichkeit kommt. Das tut weh.”
Aber auch der „Spiegel“ wurde deswegen schon abgemahnt. Nicht wegen der Behauptung dass Geld bezahlt wurde, sondern weil es als „Schweigegeld“ bezeichnet wurde. Aber was ist den nun „Schweigegeld“? Man bekommt Geld damit man zu etwas nichts mehr sagt, also schweigt? Hier nochmal ein Zitat aus dem Spiegel, der das ganze Abkommen zwischen Kirche, Eltern und missbrauchten Kindern erklärt:
Die Eltern beschwerten sich sofort beim Generalvikar. Aber das Ordinariat in Regensburg habe sie überredet, sagt Johanna T., keine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Man wolle den Fall im Bistum lieber intern regeln. Am 25. November 1999 dann wurde ein rechtlich höchst dubioses Abkommen zwischen Familie, Täter und Bischöflichem Ordinariat geschlossen. In dem bislang der Öffentlichkeit unbekannten Vertrag heißt es: “Im wohlverstandenen Interesse der Kinder und auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern soll Stillschweigen gewahrt werden.
Hierzu darf sich jetzt jeder selber seine Meinung bilden, falls die katholische Kirche das nicht wieder abmahnt 🙂 PS: Ich als evangelischer Christ stehe zur Kirche, aber nicht zu solch einem Verhalten. zudem bin ich evangelisch und meist ist es die katholische Kirche, bei der wirklich was passiert. Was ist schon eine Pfarrerin die ein bisschen angeschwipst Auto gefahren ist, gegen haufenweise Kinder-missbrauchende Priester (weltweit, nicht nur in Deutschland)?