Medienkritischer Film über Google

Hier schrieb ich ja schon mal über Google und deren Monopolartige Machtstellung. Jetzt hab ich gerade einen interresanten Beitrag im Netz gefunden, der zukunfts-visionärisch über das Google-Informations-Monopol berichtet und einen interresanten Blick wagt.
Auch im interaktivem Medienraum der Tagesschau.de Webseite wurde eine gute Dokumentation veröffentlicht.
Zwar ist das alles noch böse Zukunftsmusik und Verschwörungstheorien, aber alle die “1984″ gelesen haben, kennen diese Zukunft in einer gewissen Weise schon. Es kann niemand mit Sicherheit sagen wie unsere Zukunft aussehen wird und in wieweit Google & Co. unsere Privatsphäre beeinflussen bzw. kontrollieren werden, aber ich persönlich hab erstmal alles was mit Google zu tun hat, umgestellt. Kein GoogleAnalytics mehr, kein GoogleMail mehr als WebEmailProgramm (das macht jetzt wieder der gute alte Thunderbird) und sowieso kein Blogger (toendaCMS ist ja eh besser :) ).
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an RFID erinnern. Und nochwas, bevor ichs vergesse, es ist sogar schon passiert das eine Frau nicht in Amerika einreisen durfte, weil sie das falsche Buch bei Amazon bestellte.
In diesem Sinne … schauts euch einfach an.

» Bericht über Google (tagesschau.de)
» Medienkritischer Film (aperto)

4 Responses to “Medienkritischer Film über Google”


  • Stimmt schon ein wenig nachdenklich. Ich habe schon immer so weit wie es geht die “freien” Web-Dienste gemieden. Wirklich frei sind diese alle nicht. Irgendetwas muß man immer Preis geben. Und Google ist mir schon länger negativ aufgefallen. Was schimpfen die Leute alle über MS und marktbeherschende Stellung?! Google kauft nach und nach das passende Knowhow für den gläsernen Surfer zu. Information ist eben Macht. Und eine Menge Macht hat Google zweifelsfrei. Und das diese Informationen auch gegen einen verwendet werden steht m.E. fest, die Frage ist nur wann?? Das neueste Werkzeug der Macht ist doch die Google-Desktop-Suche. Ich will nicht wissen wie viele privaten Infos Google schon durch Fehlkonfiguration der User erhalten hat :( (ohne deren Wissen natürlich!) Dann kommt noch die Google-Toolbar, und alle die anderen kleinen “Helferlein” für umsonst… In meinen Augen: Privatsphäre? Be Google Fehlanzeige!

  • Es ist schon schwierig objektiv über dieses Thema zu diskutieren. Was in Zukunft passieren wird, kann man ja auch nur erahnen. Tatsache ist aber das Firmen Daten sammeln und das nicht gerade wenig.
    Zudem muss ich als Christ ja auch noch weiterdenken und das ganze mit der Offenbarung zusammendenken. Dort ist ja von solchen Verhältnisen die Rede (natürlich mit anderen Worten).

  • Danke fuer den Beitrag und natuerlich auch fuer den Comment von Lutze. Anmerkungen habe ich dennoch. Der vergleich von MS und Google hinkt insofern, als dass keiner gezwungen wird die Google-Tools zu benutzen. Fuer Windows gibt es fuer viele keine offensichtliche Alternative (doppelt lesen, bevor jemand einen Flame startet!).

    Ansonsten teile ich da eure Meinung. Private Daten geben die meisten nur vielzu leicht frei. Hier eine Payback-Karte, dort ein Gewinnspiel, usw. Im Moment duerften die meisten Unternehmen noch in einer Phase sein, wo primaer Daten gesammelt werden, aber in naher Zukunft werden die diese auch nutzen. Die Buchempfehlungen von Amazon geben schon einen recht guten Eindruck was moeglich ist. DataMining ist schon ein recht maechtiges Werkzeug und wenn man irgendwann staendig praeventive Besuche der Herren in Gruen bekommt, weil die Herren Schauble, Schilly, Beckstein (und wie all diese paranoiden Schwachkoepfe auch heissen moegen) der Meinung sind, dass man vom Konsumprofil her Terrorverdaechtig ist, dann gute Nacht.

    Bleibt noch die Hoffnung, dass die irgendwann an ihrer Datensammelwut ersticken und feststellen muessen, dass die gesammelten Ergebnisse doch nicht so relevant sind…

  • Was Google einmal im Index hat, bekommt man nicht wieder raus. Ein Kunde von mir hatte mal (aus Versehen?) eine ganze Artikelliste mit Einkaufspreisen, dazugehörigen Bestellnummern und seine passende Bestell-Kundennummer veröffentlicht. Nach einem Tag hat er es gemerkt und die Daten vom Server genommen. — In der Zwischenzeit war Google da… Das Schöne daran ist, wenn man jetzt seinen Firmennamen sucht etc. stehen bei den Treffern immer gleich seine Einkaufspreise. :) Da macht verkaufen spielen natürlich nicht mehr wirklich Spaß.
    Anfrage an Google -> keine Hilfe, Auskunft über gespeicherte Daten bei Google -> Fehlanzeige. Drohung mit Anwalt -> ??? Was wohl. Es blieb ihm nur die Möglichkeit, seine eigenen Seiten neu zu schreiben und Google wieder einzuladen. Damit war dann der größte Schaden behoben. Aber die Caches sind voll. Richtige Suchbegriffe und alles steht noch immer da…

    Viele Menschen leben halt mit dieser “Geiz ist blöd”-Einstellung. Rabatte hier, Punkte da. Gratis hier etc. Und wenn die Augen erst mal funkeln, ist es vorbei mit denken. Wenn’s der Nachbar macht, kann’s doch nicht so schlecht/schlimm sein. Er würde es ja sonst auch nicht machen.

    Alternativen gibt es (fast) immer. Nicht so bekannt. Nicht so komfortabel aber es gibt sie. Aber wie war das mit dem Gewöhnungstier Mensch ;) . Es gibt viele Visionen. Vieles wird “einfacher, toller, kommunikativer etc”.

    Und von wegen, mich zwingt keiner zu dem Google-Kram: Einmal den Adobe Reader installiert? Oder andere mehr oder weniger nützliche Software aufgespielt? Wie schnell hat man den “optionalen” Haken übersehen: Toolbar installieren, Desktopsuche installieren etc. Ich finde es hier schon SEHR aufgezwängt. Wäre der Haken eben optional, ist es ok aber so?

    Ich für meinen Teil habe mich die letzten Monate und Jahre eher elektronisch zurück entwickelt. Ein Wochenende ohne Telefon, Urlaub ohne Internet, TV und Handy. Natur erleben. Ich glaube daß es irgendwann einen großen Knall gibt und – bzzzz ganze Strasse dunkel ;) – Mal sehen was noch auf uns zukommt.

    Googelt doch mal nach “google” und blättert die ersten Seiten durch. Ein Blick auf die Unterzeilen ist da auch schon sehr zutreffend: Siehe DEINE Bilder, schaue DEINE Videos, lese DEINE Mails, wir archivieren DEINE Usenet-Beiträge.

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