Linus Torvalds und Gnome

Linus Thorvalds, jeder Linuxnutzer kennt ihn (und auch sonst die halbe Welt) als den Linuxerfinder, hat sich unlängst gegen die Nutzung von GNOME als Window Manager ausgesprochen. Das betrifft aber nicht den Window Manager an sich sondern den Umgang der Entwickler mit den Benutzern.
Linus kritisiert das Verhalten der GNOME Entwickler, dem Benutzer viele Einstellungsmöglichkeiten vorzuenthalten und auf die “simplen” Optionen die den Nutzer nicht zu sehr verwirren zu reduzieren. Er sieht für den normalen Endanwender in KDE einen besseren Desktop, da dieser den Nutzer nicht als “ahnungslos” darstellt und ihm alle Möglichkeiten lässt.
Ich persönlich bevorzuge natürlich immer noch Enlightenment (DR17) als Desktop Shell, aber darüberhinaus ist mir ein System mit GNOME oder KDE relativ egal.
Schlimm an dieser Diskussion ist aber, meiner Meinung nach, die tatsache das Linus Thorvalds selbst hier am brennenden Feuer des “Windowmanager Krieg” zündelt.
Die “Tatsache” dass die GNOME Entwickler den Anwender wie einen “Idioten” behandelt, sei mal dahingestellt und bedarf noch der Meinung der einzelnen GNOME Vereine. Zudem ist es fraglich ob GNOME tatsächlich den Anwender so behandelt. Aber wichtig ist hierbei eigentlich nur ein, der Endanwender. Und der wird inzwischen (weltweit) von den Firmen (NOVELL, RedHat) auf GNOME getrimmt. Zwar steht KDE bisweilen noch immer zur Auswahl und ist besonders bei deutschen Distributionen 1. Wahl gewesen, aber gerade im OpenSource insbesondere im Linux Bereich sollte die freie Wahl der genutzen Software auf Platz eins stehen.

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2 Responses to “Linus Torvalds und Gnome”


  • Jaja, die OS-Gurus. Die sollten lieber das tun was sie koennen: programmieren. Insbesondere Linux hat eigentlich selbst genug Probleme und muesste sich nicht mit dem Usespace aufhalten. Oder wer wollte behaupten 2.6. sei stabil??

  • Ob Gnome oder KDE ist die Frage??
    Oder hat lieber Hr.Linus einfach seine und die Ideale von Open Source vergessen, es hies Freiheit!!!?
    Als er damals Unix code “benutzte” und darauf Anspruch erhob, so soll er anderen auch dasselbe gönnen. Nach 15 Jahren sollte er einsehen, dass es nicht nur ihm allein zu verdanken ist, dass Linux kernel, sowie andere Programme den heutigen Zustand erreicht haben, d. h. Funktionalität, Stabilität, Performance. (was beim KDE eigentlich nicht genau zutrifft, wenigstenst nicht in allen Punkten) Mit seinem monopolistischen Verhalten und Äußerungen schließt er viele geniale Köpfe aus und dieses auf eine sehr radikale und menschenfeindliche Art.
    Ich benutze privat sowie professionel Linux- und Unix-Abkömmlinge und muss immer wieder feststellen, dass die Window Manager so wie der Xserver ein Dorn im Auge sind, aus Performance- und Stabilitätsgründen. Die können eine Shell schwer ersetzen, somit kommt es auf ein Dialog, mehr oder weniger auch nicht an.
    Aber so eine Diskriminierung und Inkompetenz (falls es stimmen sollte), die Hr.Torvalds dem Gnome-Team vorwirfft, ist wirklich fehl am Platz und stellt Hr.Torvalds Vorstellungen über freie Programmierung, Open Source, Liberalismus wie auch über die selbständige User-Entscheidung in ein ganz anderes Licht.
    Es würde mich interessieren was dahinter steckt.

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